1. Mietpreis

Es gelten die Preise der bei Anmietung jeweils gültigen Preisliste. Erfüllt der Mieter die Voraussetzungen eines besonderen Tarifes nicht, ist der Normaltarif, bei Einwegmieten der Einwegmietpreis, zu zahlen. Dieser ist auch zu zahlen, wenn ein LKW vereinbarungswidrig an einer anderen als der Mietstation abgegeben wird. Kraftstoffkosten gehen zu Lasten des Mieters.

2. Berechnung

Der Mietpreis wird bis zur Fahrzeugrücknahme durch Glade berechnet. Eine Rücknahme erfolgt nur während der Öffnungszeiten. Der Kilometerpreis wird berechnet nach dem Kilometerzählerstand von Vermietungsstation bis Rückgabestation. Bei Versagen des Kilometerzählers erfolgt die Berechnung nach der kartenmäßigen Entfernung plus 10%, mindestens aber 100 km täglich, wenn der Mieter nicht eine geringere Kilometerleistung nachweist.

3. Zahlungsweise

Bei Anmietung ist eine Anzahlung in Höhe des zu erwartenden Endpreises, mindestens nach der Glade-Anzahlungstabelle, zu leisten. Der Rest ist bei Rücknahme in bar zu zahlen.  Soweit der Mietpreis aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung kreditiert wird, ist er 14 Tage nach Rücknahme des Fahrzeuges fällig. Nach Verzugseintritt wird für jede Mahnung eine Gebühr von € 3,– erhoben. Kommt der Mieter in Verzug, beträgt der Verzugszins 3% über dem Bundesbankdiskontsatz, mindestens aber 6% jährlich. Der Mieter kann einen geringeren Verzugsschaden nachweisen. Wird bei Verzug des Mieters die Beauftragung eines Inkassobüros erforderlich, so hat der Mieter die dadurch entstandenen Kosten zu tragen, sofern er nicht erkennbar zahlungsunfähig oder unwillig war und auch sonst keine Einwendungen gegen den Anspruchsgrund erhoben hat.

4. Kaution

Die Kaution wird nur in den Geschäftszeiten, Montag – Freitag 7.30 – 18.00 Uhr und Samstag 8.00 – 12.00 Uhr, ausgezahlt.

5. Reservierung, Übernahme und Abstellung

Reservierungen sind nur verbindlich für Preisgruppen, nicht für Fahrzeugtypen. Das Fahrzeug ist spätestens eine Stunde nach der vereinbarten Zeit zu übernehmen, danach ist Glade an die Reservierung nicht mehr gebunden. Abbestellungen müssen mindestens 24 Stunden vor Mietbeginn erfolgen. Geschieht das nicht, ist ein Tagesgrundpreis zu zahlen, es sei denn, das Fahrzeug konnte anderweitig vermietet werden.

6. Berechtigter Fahrer

Das Fahrzeug darf nur vom Mieter selbst, dem im Mietvertrag angegebenen Fahrer, den beim Mieter angestellten Berufsfahrern in dessen Auftrag, sowie von Familienangehörigen des Mieters gelenkt werden, sofern letztere das in jeweils gültiger Preisklasse festgesetzte Mindestalter haben. Voraussetzung ist immer der Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.
Der Mieter ist verpflichtet, auf Verlangen Glade Namen und Anschrift aller Fahrer des Fahrzeuges bekanntzugeben, soweit diese nicht im Mietvertrag selbst genannt sind. Die Fahrer sind Erfüllungsgehilfen des Mieters.

7. Verbotene Nutzung

Dem Mieter ist untersagt, das Fahrzeug zu verwenden:

a. zur Beteiligung an motorsportlichen Veranstaltungen und Fahrzeugtests,

b. zur Beförderung von leicht entzündlichen, giftigen oder sonst gefährlichen Stoffen,

c. zur Begehung von Zoll- und sonstigen Straftaten, auch wenn diese nur nach dem Recht des Tatortes mit Strafe bedroht sind,

d. zur Weitervermietung,

e. für sonstige Nutzung, die über den vertragsgemäßen Gebrauch hinausgeht.

f. für Auslandsfahrten ohne schriftliche Genehmigung des Vermieters.

8. Reparaturen

Reparaturen, die notwendig werden, um Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeuges zu gewährleisten, dürfen vom Mieter bis zum Preis von € 50,– ohne weiteres, größere Reparaturen nur mit Einwilligung von Glade in Auftrag gegeben werden. Die Reparaturkosten trägt Glade gegen Vorlage der entsprechenden Belege, soweit der Mieter nicht für den Schaden haftet (siehe Ziffer11).

9. Verhalten bei Unfällen

Der Mieter hat nach einem Unfall sofort die Polizei zu verständigen. Gegnerische Ansprüche dürfen nicht anerkannt werden. Brand-, Entwendungs- und Wildschäden sind vom Mieter Glade, und bei einem Schadensbetrag über € 160,– auch der zuständigen Polizeibehörde unverzüglich anzuzeigen. Der Unfallbericht muss insbesondere Namen und Anschrift der beteiligten Personen und etwaiger Zeugen, sowie die amtlichen Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge enthalten. Übersteigt die voraussichtliche Schadenshöhe die Eigenhaftung oder ist das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher, ist der Glade-Betrieb telefonisch zu unterrichten.

10. Versicherungsschutz

Das Fahrzeug ist gemäß den jeweils geltenden Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) wie folgt versichert:
Haftpflichtversicherung: Unbegrenzte Deckung.
Insassenunfallschutz, nur wenn ausdrücklich vereinbart, mit folgenden Deckungssummen:
Invalidität – € 20.500,–
Todesfall – € 10.000,–
Heilkosten – € 500,–
Für die in LKW´s beförderten Güter ist keine Transportversicherung vorhanden.

11. Haftung des Mieters

a. Der Mieter haftet bei von ihm verschuldeten Unfallschäden am gemieteten Fahrzeug nur für reine Reparaturkosten und beschränkt sich auf den in der jeweils gültigen Preisliste angegebenen Höchstbetrag.

b. Der Mieter haftet jedoch für Unfallschäden unbeschränkt, sofern er den Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat oder der Schaden durch alkohol- oder drogenbedingte Fahruntüchtigkeit entstanden ist. Das gleiche gilt für Schäden, die durch Nichtbeachten des Zeichens 265 - Durchfahrtshöhe - gemäß § 41 Abs. 2 Ziff. 6 StVO
verursacht werden.

c. Hat der Mieter Unfallflucht begangen oder seine Pflichten gemäß Ziffer 9 dieser Bedingungen verletzt, so haftet er ebenfalls voll, es sei denn, die Verletzung hat keinen Einfluss auf die Feststellung des Schadenfalles gehabt.

d. Der Mieter haftet ebenso unbeschränkt für alle von ihm zu vertretenden Schäden, die bei der Benutzung durch einen nichtberechtigten Fahrer (Ziffer 6) oder zu verbotenem Zweck (Ziffer 7), durch das Ladegut oder durch unsachgemäße Behandlung des Fahrzeuges entstanden sind.

e. Wird eine Haftungsbefreiung gegen Zahlung eines zusätzlichen Entgeldes vereinbart, wird Glade den Mieter nach den Grundsätzen einer Vollkaskoversicherung mit € 160.– Selbstbeteiligung für Schäden am gemieteten Fahrzeug freistellen. Von der Verpflichtung gemäß Ziff. 7 und 9 ist er nicht befreit.

f. Im übrigen bleibt es bei der gesetzlichen Haftung.

12. Haftung von Glade

Glade haftet für alle dem Mieter schuldhaft zugefügten Personenschäden voll. Die Haftung für Sach- und Vermögensschäden ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt, soweit nicht Deckung im Rahmen der für das Fahrzeug abgeschlossenen Haftpflichtversicherung besteht. Weitergehende Ansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund, werden ausgeschlossen.

13. Verjährung

Sofern der Unfall polizeilich aufgenommen wurde, werden Schadensersatzansprüche von Glade gegen den Mieter erst fällig, wenn Glade Gelegenheit hatte, die Ermittlungsakte einzusehen. Im Falle der Akteneinsicht wird Glade den Mieter über den Zeitpunkt der Akteneinsicht unverzüglich benachrichtigen.

14. Pflichten des Mieters

Der Mieter ist verpflichtet die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges, den Oelstand, Reifendruck, Zustand des Keilriemens, sowie Kühlmittels während der Mietdauer zu prüfen.

15. Speicherung und Weitergabe von Personaldaten

Der Mieter ist damit einverstanden, dass seine persönlichen Daten, soweit sie zur Geschäftsabwicklung erforderlich sind, von Glade und anderen Unternehmen im Systemverbund gespeichert und übermittelt werden und dass eine Auskunft über ihn eingeholt wird. Glade darf diese über den zentralen Warnring an Dritte, die ein berechtigtes Interesse haben, weitergeben, wenn

a. die bei der Anmietung gemachten Angaben in wesentlichen Punkten unrichtig sind,

b. das gemietete Fahrzeug nicht innerhalb von 24 Stunden nach Ablauf der gegebenenfalls verlängerten Mietzeit zurückgegeben wird,

c. Mietforderungen im gerichtlichen Mahnverfahren geltend gemacht werden müssen oder

d. vom Mieter gegebene Schecks nicht eingelöst oder Wechsel protestiert werden.

16. Gerichtsstand

Für alle Streitigkeiten aus oder über diesen Vertrag wird Syke als Gerichtsstand vereinbart, soweit

a. der Mieter keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat oder nach Vertragsabschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.

b. der Mieter Vollkaufmann oder eine in § 38 Abs. 1 ZPO gleichgestellte Person ist.